China

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China ist ein Staat in Ostasien. Es ist ein Kaiserreich. Es wird noch von Kaiser Jiaqing regiert, Prinz Mianning, der Thronprinz, übernimmt aber bereits viele Regierungsgeschäfte. Das Land dominiert den ostasiatischen Raum. In Japan hat man beispielsweise Angst vor einer erneuten Invasion des großen Nachbarn. China hat wegen seiner ernormen militärischen Kapazitäten keine Verbündeten nötig, aber mit der Adoption Laurences ist ein Quasi-Bündnis zwischen England und China errichtet worden. Die Hauptstadt ist Peking, die alte Hauptstadt ist Xian.

In China werden schon seit spätestens 1000 v. Chr. Drachen gezüchtet. Die Drachen sind zu einem großen Teil für den kulturellen Aufstieg zur Großmacht verantwortlich. Der größte Zuchterfolg sind die Himmelsdrachen, selbst, wenn die noch lebende Linie aus Japan kommt, die Kaiserdrachen sind auch ein großer Erfolg. In der Zucht wird mehr Wert auf Anmut und geistige Qualitäten gelegt, denn auf Spezialfähigkeiten. Es gibt auch keine Arten mit Drachenfähigkeiten. Besondere Flugfertigkeiten und wohlproportionierte Körpermaße, eine ausgewogene Farbe und Form sind vornehmliche Zuchtziele. Die Zucht leitet eine kaiserliche Behörde, in der Drachenminister die Ideen vorschlagen. Viele Ideen für neue Arten liegen schon seit Jahrhunderten vor und werden nur noch ausgegraben. Mit den enormen Kapazitäten der Nation lassen sich innerhalb von 5 Jahren neue Arten züchten, ohne, dass die üblichen Zchtkrankheiten auftreten. Die Drachen dort scheinen sehr viel bereitwilliger als in den europäischen Ländern zu sein, Eier zu legen, was eine kurze Generationslänge ermöglicht. Drachen, die sich viel Ehre verdient haben, dürfen sich mit höheren Arten wie Kaiserdrachen paaren. Es gibt auch Arten, bei denen die Zuchtmethoden für angenehme Charakterzüge nicht angeschlagen haben, wie die Scharlachblütler und wahrscheinlich auch Zhao-Lung, sie können dann nur für die Armee verwendet werden. Der chinesische Durchschnittsdrache ist der Shen-Lung.

Die chinesischen Drachenarten bleiben meist im Inland; die Chinesen wollen nicht, dass diese, besonders Kaiser- und Himmelsdrachen das Land verlassen. Im Falle der Himmelsdrachen jedoch wird es als nötig angesehen, um keine Thronfolge- und Machtstreitigkeiten hervorzurufen, diese in andere Länder zu verschiffen. Allerdings sind diese für Hochadelige vorgesehen. An gute Nachbarn, wie Korea werden auch als große Gunst Kaiserdacheneier vergeben.

China ist eines der wenigen, vermutlich das einzige Land, indem die Drachen als gleichwertig bzw. etwas Höheres angesehen werden. Sie sind aktiv in die Gesellschaft eingebunden, leben in den Städten oder Dörfern. Kleinere Drachen helfen in Dörfern mit, alle möglichen Arbeiten zu erledigen, zum Beispiel Feldarbeit, Transport und Bau. Dafür werden sie ausreichend versorgt und haben Gesellschaft. Die Städte sind so ausgebaut, dass die meisten Straßen für Drachen begehbar sind, ebenso die wichtigen Gebäude. Auf Plätzen werden Drachen aus offenen Grills versorgt, in Parks können sie spazieren gehen oder einkaufen gehen. Drachen, die nicht auf dem Land leben und für den Eigenverbrauch arbeiten, bekommen Gehalt, mit dem sie ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen. Sie haben Konten und bei Bezahlung hinterlassen sie ihr spezifisches Zeichen und der Mensch darf damit die bezahlte Summe in Geld, das für Drachenkrallen zu klein wäre, abheben. Das heißt auch, dass es arme Drachen gibt, die entweder zu alt sind, um noch ordentlich zu verdienen oder die nichts gelernt haben, womit sie einen guten Arbeitsplatz erhalten könnten. Es gibt Drachen, die als Beamte, Verkäufer oder Händler, Köche oder Versorgungsdrachen, Soldaten, Erzieher, Kuriere, Wachen oder Künstler arbeiten. Sicher gibt es noch mehr Berufe. Sie werden genauso behandelt wie Menschen und die Bevölkerung hat von klein auf mit ihnen zu tun. Himmelsdrachen werden wie Mitglieder der kaiserlichen Familie, also fast wie Götter, behandelt und es soll Glück bringen, wenn man sie sieht oder berührt.

Schlüpflinge werden von anderen Drachen großgezogen. Erst mit etwa 15 Monaten erachtet man sie als erwachsen oder alt genug, sich einen menschlichen Begleiter zu wählen und dann wird ihnen auch nicht nur einer sondern ganz viele vorgestellt. Wahrscheinlich wird darauf geachtet, dass sich Menschen niedriger Schichten nicht mit Drachen höherer Klassen zusammentun und bei Himmels- und Kaiserdrachen wird auch nur eine bestimmte Auswahl vorgegeben. Selten wird ein Schlüpfling von Anfang an auf einen Menschen geprägt, das wird bei dem Ei von Iskierka und Temeraire passieren. Alle Drachen müssen Prüfungen machen, die sich auf Flugkünste und Wissensprüfungen beziehen. Schlüpflinge lernen zusammen mit Menschenkindern in Straßenschulen, wahrscheinlich unterrichten auch ältere Drachen die jüngeren. Für einen angesehenen Stand müssen Drachen mehrere Sprachen lernen, die meisten können schreiben und alle lesen. Je besser der Abschluss, desto bessere Chancen, Himmelsdrachen müssen die Prüfungen nicht machen. Anscheinend machen auch Menschen diese Wissensprüfungen. Die Beziehungen zwischen den Drachen und ihren Begleitern sind aber trotzdem sehr innig und ähneln denen im Westen.

Für Drachen stehen Pavillons zur Verfügung, in denen diese komfortabel übernachten können. Sie sind verziert und beheizt, die Wärter passen auf die Besitztümer auf und die Menschen können auch gut untergebracht werden. Chinesisches Drachengeschirr wird zumeist aus Seide angefertigt und ist für den Transport von Menschen oder Waren da, Drachen sind ein so alltägliches Transportmittel für die Bevölkerung, wie Boote oder Karren. Höhere Drachen tragen keine Leute. Frauen scheinen im Allgemeinen keine große Rolle zu spielen, sie können um aufzusteigen nur Soldaten werden. Die chinesische Luftarmee besteht zum größten Teil aus Frauen, den Drachen scheint das Geschlecht ihres Begleiters egal zu sein. Auch die Soldaten, die als Besatzung mitfliegen sind zum größten Teil Frauen. Das geht auf die Legende von Hua Mulan zurück, die sich als Soldat für ihren kranken Vater gemeldet hatte und sich bewährt hat. Die Armee besteht offiziell aus 6833 Drachen, weil das eine Glückszahl ist, aber inoffiziell aus mehr Drachen und es könnten auch noch mehr zuammengezogen werden. Sir Edward Howe schätzt die Population auf etwas über 10.000 Drachen. Die Kapazitäten lassen sich anhand der menschlichen Bevölkerung errechnen, es kann nur ein Verhältnis von etwa 30.000 zu 1 erzielt werden. Die anderen Armeeteile sind vernachlässigbar gering, aber die Luftkampf- und Transporttaktiken sind sehr effektiv. Formationsflug wird gar nicht betrieben, dafür kämpft man im Team. Die Armee wird zum Großteil von den grünen Zhao-Lung aus dem Norden und den roten Scharlachblütlern und Shao-Lung aus dem Süden gestellt. Die Armee ist wegen der Versorgungslage verteilt, lässt sich aber schnell an jedem beliebigen Ort zusammenziehen. Sie ist gruppiert in Jalan, die aus etwas über 100 Drachen bestehen und mindestens einen Drachenoberst als Anführer haben. Die Jalan wiederum sind in Niru gruppiert, Einheiten aus 3 Kampfdrachen und 1 Versorgungsdrachen. Zur Orientierung sind große weiße Schriftzeichen in die Böden eingelassen, die nachts leuchten und den Weg zur nächsten Stadt weisen. Gegessen wird in der Luft, die Versorgungsdrachen organisieren alles. Durch gleichmäßiges Rufen, wie beim Rudern, werden die Flügelschläge der Kampfdrachen synchronisiert und es lässt sich so bei etwa 35km/h reisen. Im Niru fliegen die Versorgungsdrachen etwas unterhalb der Kampfdrachen ihren eigenen Rythmus, weil sie am schwersten tragen. Die Drachen tragen eine leichte gehämmerte Plattenrüstung, die am Beinansatz verstärkt und gepolstert ist. Sie tragen Kampfgeschirre für ihre eigenen Soldaten und Netze für fremde Soldaten. es ist eine gängige Praxis Soldaten in Drachennetzen zu transportieren, es wurden spezielle Landetechniken entwickelt, um alles so effektiv wie möglich zu machen. Anführer von Niru tragen schmale Silberreifen um den Hals, geredet wird eher wenig.

Chinesische Luftkampftaktik ist eigentlich alles, was effektiv ist und kein starrer Formationskampf ist. Es wurden zum Beispiel vom Gelben Kaiser Bücher über Luftkampftaktik geschrieben. Es werden Hilfsmittel wie Netze, Bäume, Äste, Seile, Flugfesseln, kleinere Sprengkörper oder andere Waffen verwendet. Man isoliert die gegnerischen Drachen, kämpft aber selber im Team, entweder plänkelt man oder man benutzt recht harsche und schnelle Verletzungen hervorrufende Manöver, wie von oben angreifen und sich fallen lassen oder die Flügel durch in den Flügelansatz krallen bewegungsunfähig machen. Das sind nur einige Techniken, weil in den letzten Jahren kein direkter Krieg in China mehr ausgefochten werden musste und vieles von Lien und Temeraire übernommen und weiterentwickelt wurde.

China hat sich lange vom Rest der Welt abgeschottet, seit Längerem dürfen Europäer in bestimmten Häfen Handel treiben und manche Nationen haben ihre Handelsstädte sogar an den Grenzen zu China. Einer dieser Häfen ist Tiensing, ein anderer Macao. Die gescheiterte Expedition Macartneys hat keine tiefen Einschnitte hinterlassen. Die chinesische Regierung behält sich vor, Fremde bei Bedarf auszuweisen oder nach ihren eigenen Gesetzen zu bestrafen und Güter zu beschlagnahmen. Ein sehr großes Problem stellt der Opiumschmuggel dar. Es fehlen nicht nur die Zölle sondern es werden vermehrt Krankheiten und Arbeitsunlust beobachtet und die Außenpolitik hat sich gespalten in die liberalen und moderaten Anhänger der Westöffnung, deren Kurs Prinz Mianning verfolgt und radikal konservativen Gegner der Westöffnung, die zuerst von Prinz Yongxing und jetzt von Lord Bayan angeführt werden. Die Radikalen schrecken weder vor Attentaten, Morden, Massakern oder Verleumdung und militärischer Intervention zurück, noch kann man ihre Aktivität wirklich eindämmen, da sie zu stark sind und vermutlich große Teile des Adels dieser Strömung angehören. Anscheinend ist der Opiumhandel und alles was daraus an Problemen erwächst der einzige Grund für Liens Boshaftigkeit, da sie wohl etwas falsch verstanden hat. Drachen können auch verurteilt werden für Verbrechen, sie können Flugfesseln bekommen. Wenn ein Drache von einem Menschen betrogen wird, dann wird dieser Mensch an ihn ausgeliefert und der Drache darf sich dann aussuchen, was mit ihm geschieht. Drachen können zusätzlich zu militärischen, politischen und anderen Titeln auch Adelstitel führen, die aber vermutlich auf die Art, zum Beispiel Kaiserdrachen, beschränkt sind.

China wird allgemein als ein sehr schöner Ort für Drachen angesehen, weil Menschen und Drachen in einer Gemeinschaft leben, Drachen gewertschätzt werden und sich ihr Ansehen bevorzugt über nicht-kämpferische Akte verdienen sollen. Sie haben ein angenehmes Leben da, auch, wenn die weniger seltenen Arten dafür arbeiten müssen. Chinas Drachenkultur ist sehr fortschrittlich und könnte großen Einfluss auf andere Nationen haben. Dieser Einfluss wird jetzt durch Temeraire, seine Kameraden und Lien in die westliche Welt gebracht, die im Vergleich zu China doch noch lange eher rückständig war.

Chinesische Drachenarten

Siehe auch

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