England

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Im Buch

England besitzt Kolonien in Australien, Indien, Afrika und ehemals auch in Amerika, die USA sind aber in einem Krieg unabhängig geworden. Weiterhin gibt es kleinere Außenposten auf den westindischen Inseln, Gibraltar, Madeira und Malta. Verbündet ist England mit allen Staaten, die gegen Napoleon sind. Besonders stolz ist man auf den Seehandel und die Kriegsmarine, die eigentlich der größte militärische Trumpf des Inselreiches ist. Regiert wird es von einem König und einem Premierminister, der den zwei Kammern des Parlamentes vorsteht. Man kann geadelt werden und Hochadel gibt es auch. Die politischen Auffassungen variieren stark, in allen Bereichen.


England hat nur eine begrenzte Anzahl an Drachen zum Teil bedingt durch die Insellage und damit die begrenzten Ressourcen. Mit der normannischen Eroberung Ende des 11. Jahrhunderts begann die effektive Drachenzucht. Es gab zuvor schon einige wilde Arten, hauptsächlich welche, die kälteres Klima bevorzugten. Sie haben keine Feuerspucker, dafür aber Säurespucker, die Langflügler, der eindeutig größte Zuchterfolg. Außerdem haben sie mit die größte schwergewichtige Drachenart, die Königskupfer. Lange war der Vorläufer des Luftkorps den höherrangigen Adligen vorbehalten, das änderte sich aber recht zügig, da mit dem Besitz eines Drachens meist das soziale Leben zum Erliegen kam. Es gibt derzeit nur noch wenige Familien, die ihre Söhne nach alter Tradition ausbilden, aber anscheinend haben sie dafür genügend alte Übungsstätten oder Drachen zur Verfügung. Mittlerweile ist diese konservative und sehr autoritäre Drachenhaltung überholt. Schon bevor die Normannen mit der richtigen Drachenzucht begannen, waren wohl häufiger wilde Tiere gezähmt und zu Kampfhandlungen eingesetzt worden, vielleicht bekam man sogar Eier von ihnen. Die Zuchtgrundlage bilden die Gelben Schnitter, sie sind in fast allen englischen Züchtungen enthalten. Die Züchtungen wurden oft von den Drachen selber erdacht.

Drachen bekommen noch vor dem Schlüpfen einen Kapitän zugewiesen. Dieser hat sich durch langjährige Arbeit und Kompetenz verdient gemacht und ist vorher zumeist in der Hierarchie zum 1. Leutnant aufgestiegen. Kurier- und leichtgewichtige Drachen bekommen sehr junge Kapitäne von manchmal erst 13 Jahren, bei selteneren und wichtigeren Arten achtet man aber sehr genau auf die Vergabe. Wenn ein Drache keinen Lenker annimmt, ist er für den Dienst wertlos und kann nur manchmal überredet werden, sich in einem Zuchtgehege niederzulassen, wo er regelmäßig gefüttert wird und Gesellschaft hat. Auch ältere Drachen, die aus irgendeinem Grund ihren Lenker ablehnen, kommen normalerweise in ein Zuchtgehege, ebenso wie pensionierte Drachen. Das Pensionsalter ist sehr unterschiedlich, manche begeben sich bereits nach 100 Jahren in ein Zuchtgehege, manche erst nach etwa 200 Jahren. Schwere Verletzungen oder viele Kampfhandlungen und Krankheiten begünstigen ein frühes Ausscheiden aus dem Dienst. Oft werden auch wilde Arten in Zuchtgehege gelockt, damit man die Art erhalten kann. Zuchtgehege sind in abgeschiedenen Gegenden untergebracht. Auf großen Arealen leben die Drachen auf Lichtungen und in Höhlen, gefüttert werden sie jedes Mal zu unterschiedlichen Zeiten, was gewährleistet, dass sie auf dem Gelände bleiben. Die Eier werden entweder von nur Drachen aus dem Zuchtgehege oder von Drachen aus dem aktiven Dienst, die das Zuchtgehege besuchen, geholt. Die Eier werden zumeist auf den Stützpunkten ausgebrütet, die Eltern erhalten solange Bericht von ihren Eiern, bis diese geschlüpft sind. Drachen werden vererbt, oft übernimmt ein Kind des alten Lenkers den Drachen, da die Drachen einfacher neue Lenker annehmen, wenn sie mit ihm die Trauer über den Verlust teilen können. Es ist keine Ungewöhnlichkeit, dass Drachen über 6 Generationen vererbt werden, wobei eine Generation nicht unbedingt mit dem Tod des alten Lenkers enden muss, sondern auch einfach mit seinem zu hohen Alter einhergehen kann. Dazu züchten sich die Menschen genauso, wie die Drachen das auch tun. Kurierdrachen hingegen werden oft nur in einer Generation geflogen, das heißt, dass sie etwa 60 mit ihrem Lenker zusammen sind, danach brechen sie oft zusammen und haben nichts als Geschirrriemen. Sie werden wohl nicht so gut behandelt und sind auch nicht so wertvoll, wie die Züchtungen mit Kampfgewicht.

Drachen werden mit rohem Fleisch gefüttert. Die Behandlung hängt stark von den Lenkern ab, die meisten pflegen ein kumpelhaftes, fast familiäres Verhältnis mit ihren Drachen, was auch eine Familiengründung fast unmöglich macht, zumal die Flieger nahezu außerhalb des Gesetzes leben, da man sie nicht bestrafen kann, ohne ihren Drachen für den Dienst zu verlieren. Drachen werden nur getötet, wenn sie Menschen gefressen haben und eher setzt man einen Kapitän gefangen, als ihn zu töten, damit der Drache gefügig ist. Das gleiche Verfahren wird auch in der Schlacht angewendet, wenn man gegnerische Drachen entert. Drachen sind zu nichts anderem da, als kämpfen, in Friedenszeiten sind sie nicht zu gebrauchen und fristen mit ihren Kapitänen ein wildes Dasein auf den Stützpunkten. Drachen tragen ihre Geschirre immer, es gibt sie für verschiedene Anlässe. Drachen haben Mannschaften, die sie versorgen und mit ihnen kämpfen. Die Namen werden von den Kapitänen ausgesucht, meistens lateinische Namen, erst danach bekommen die Schlüpflinge zu fressen. Ausnahmen, wie Celeritas, der als Trainer in Loch Laggan arbeitet, oder Perscitia, die rechnen kann, sind eher die Seltenheit, wie gesagt, es hängt stark von den Kapitänen ab. In England hat die Bevölkerung nichts mit den Drachen zu tun, lediglich die Viehhirten und die Bewohner der Dörfer um die großen Ausbildungsstätten haben mehr mit Drachen zu tun. Auch die Armee hat selten mit großen Drachen zu tun. Dementsprechend haben die meisten Menschen Angst vor Drachen. Einige Nichtflieger vertreten die Auffassung, dass Drachen in etwa so schlau wie Kinder sind und eigentlich als Tiere zu behandeln sind, bei den meisten Fliegern ist das nicht so.


Mit Temeraires Ankunft in England, ändert sich eine ganze Menge für die Drachen, auch inspiriert vom Vorbild Frankreichs. Es wird ihre Unbildung widerlegt, sie bekommen Sold und später auch das Wahlrecht. Unangeschirrte Drachen können genauso gut im Krieg verwendet werden wie angeschirrte und sie erhalten offizielle Ränge in der Armee. Sie müssen nicht in Zuchtgehegen bleiben, wenn sie nicht wollen und sie können Kapital erwerben. Es werden erste beheizte Pavillons gebaut, das Essen wird gekocht und besteht nicht mehr nur aus Fleisch, sondern auch aus Gemüse. Auch nicht kämpfenden Drachen werden akzeptiert und alle Drachen bekommen generell mehr Freiheit und Mitbestimmungsrecht.


Englische Drachenarten

Siehe auch

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