Göttlicher Wind

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Göttlicher Wind ist eine Fähigkeit, die ausschließlich Himmelsdrachen besitzen. Er ist ein immenser Schalldruck, der eine Art Schockwelle hervorruft. Diese hat ein großes Zerstörungspotential. Mit dem Göttlichen Wind gelingt es Temeraire zum Beispiel, eine französische Fregatte zu versenken. Lung Tien Lien zeigt, dass man den Göttlichen Wind auch einsetzten kann, um z.B. gefrorenen Boden zu lockern oder, wie in Drachenwacht, auf dem Meer einen Tsunami auszulösen, durch den Nelson mit seiner gesamten Flotte versenkt wird. Gegen abgelagertes Holz ist der Göttliche Wind auf keine sehr große Distanz einsetzbar, gegen Infanterie reicht schon eine recht weite Distanz. Gegen Stein ist er ebenfalls effektiv.

Der Göttliche Wind kann gedrosselt werden und so zum Bearbeiten von Material verwendet werden. Dazu wird nur ein leises Grollen durch halb oder fast ganz geschlossene Kiefer ausgestoßen. Im normalen Brüllen schwingt nur eine harmlose Nuance mit, die das Brüllen einschüchternder macht, wobei auch das Brüllen anderer Arten daran heranreicht. Es werden die gleichen Muskeln wie beim Atmen und Brüllen und Sprechen verwendet, nur, dass der Göttliche Wind den Rachenraum stärker strapaziert. Er geht einher mit sehr tiefen Einatmen und damit auch schneller Atemlosigkeit, was ein schnelles mehrmaliges Einsetzen erschwert. DIe Schallwelle beginnt damit, im Körper hin- und hergeworfen zu werden, das äußert sich durch ein Zittern und extreme Spannung an der die Luftsäcke und Lunge überspannenden Haut. Es ist anderen Drachen nicht so schnell ersichtlich wie Feuerspucken oder Säurespucken, schüchtert aber Überlebende einer Attacke ein.


Theorie Die Himmelsdrachen, als einzige bekannte Art mit dieser Fähigkeit, sind ursprünglich eine japanische Züchtung. Während der chinesischen Yuan-Dynastie wurden die letzten Eier dieser Art aus dem japanischen Hakozaki-Schrein gestohlen, von Dienern des chinesischen Kaisers. Lord Jinai hat nur noch die letzten lebenden Himmelsdrachen gekannt. Zur gleichen Zeit spielt eine von Temeraires Lieblingsgeschichten, die Geschichte von Raiden, der die Armada des Kublai Khan aus Japan vertrieb. Kublai Khan war der Enkel von Dschingis Khan und chinesischer Kaiser in der Yuan-Dynastie. Er versuchte zwei Mal mit einer Armada aus chinesischen und koreanischen Schiffen Japan zu erobern, das erste Mal 1274, das zweite Mal 1281. Beide Male bestanden die Schiffe aus dünnem Holz, waren schnell und nicht sehr robust gebaut worden und nicht hochseetauglich. 1274 beim ersten Angriff wurde unter Anderem der Hakozaki-Schrein geplündert und niedergebrannt. Dabei hätten auch die Eier entwendet werden können. Während der Invasion zog bald ein Taifun über die Flotte hinweg und zerstörte rund die Hälfte der chinesischen und ein Drittel der koreanischen Schiffe, womit die Invasion beendet war. Die Japaner interpretierten diesen Sturm als Hilfe der Götter und nannten ihn den Göttlichen Wind, der die Invasoren besiegte. Wenn dieser Sturm jetzt kein Wetterphänomen war, sondern ein Himmelsdrache oder mehrere oder vielleicht sogar Raiden persönlich, die mit ihrer Fähigkeit die Schiffe vernichteten, besteht auf alle Fälle ein Zusammenhang zwischen dem Namen ihrer Fähigkeit, den sie vielleicht auch erst nach diesem Ereignis bekam, und dem Namen des Wetterphänomens. Sei es jetzt, dass Naomi Novik sich davon zur Namensgebung inspirieren ließ oder dass in der alternativen Historie beide Ereignisse gegeneinander ausgetauscht wurden. Nach dem Diebstahl der Eier konnten nur noch die schon lebenden Drachen noch zu Ende leben. Da man sie nicht nachzüchtete, ist zu vermuten, dass sie sich schon damals nicht mit anderen vorhandenen Arten kreuzen ließen oder nur mit ihrer eigenen Art, aber zu wenige Exemplare nur noch vorhanden waren. Wenn Lord Jinai noch japanische Himmelsdrachen gesehen hat, dann dürften noch mindestens 100 Jahre lang welche auf der Insel gelebt haben.

Als Schlussfolgerungen zöge man daraus, dass erstens Raiden ein Himmelsdrache gewesen wäre, zweitens der Name Göttlicher Wind in Anlehnung an den Sieg über die Armada des Kublai Khan entstanden ist, drittens die Himmelsdrachenpopulation nicht vollständig ausgerottet wurde, viertens die Kaiserdrachen vermutlich eine original chinesische oder koreanische Züchtung sind und nicht in Japan zur Zucht von Himmelsdrachen verwendet wurden, fünftens waren die japanischen Himmelsdrachen vermutlich zahlreicher als die momentanen chinesischen und ließen sich auch noch untereinander kreuzen zur Arterhaltung und sechstens wurden wohl in Japan und China annähernd gleich schnell gute Zuchterfolge gefeiert, da der Gelbe Kaiser ein chinesischer Himmelsdrache war und entweder aus einem Gastdrachen aus Japan oder einem japanischen Eigeschenk oder wirklich einer Mutation bei Kaiserdrachen entstanden sein könnte, was unabhängig voneinander eine sehr ähnliche Züchtung zwischen Japan und China bezeichnen würde.